Die erste Haelfte des Septembers

Hallo alle miteinander!

Es ist unglaublich, wie schnell die Zeit vergeht. All diese Tage sind gefuellt mit neuen Entdeckungen und Erfahrungen, in den letzten Tagen und Wochen war ich im Prinzip nur zum Schlafen zu Hause 🙂 Auch wenn es vielleicht ein bisschen stressig klingen mag – mein Leben hier ist, ich schaetze gerade, da es noch der Anfang meines Jahres ist, ziemlich aufregend, es passiert so viel, dass mir sogar schon die Zeit fehlt, alles aufzuschreiben. Ich versuche also, das Wichtigste zusammenzufassen, damit mein Blog kein Roman wird 🙂

Ich hatte inzwischen 2 CrossCountry Rennen. Jedes 5km lang, 3.1 Meilen. Fuer mich, die ich eigentlich nie mehr gelaufen bin, als ein paar Mal im Jahr in der Schule, ist es ziemlich gewoehnungsbeduerftig, jeden Tag Training zu haben und dazu einmal woechentlich ein 5 Kilometer Rennen durch den Wald, ueber’s Feld und Huegel hinauf und hinunter 🙂

Warum ich mir das antue? Es ist jetzt nicht unbedingt so, dass ich Laufen so sehr liebe. Sagen wir mal so, ich beginne so langsam, es zu moegen. Aber ich denke, ein bisschen Bewegung kann ja nicht schaden, besonders, da ich Suessigkeiten besonders gern habe und Amerika davon nicht gerade allzu Wenige, aeusserst Leckere hat 😉 Auch wenn es fuer Deutsche nicht unbedingt lecker klingen mag: PB&Jelly-Sandwich (Erdnussbutter und Marmelade) schmeckt wunderbar!

An meiner Schule gibt es noch eine andere Austauschschuelerin, sie kommt aus Italien. Ich sehe sie jeden Tag bei CrossCountry. Es ist sehr schoen mit jemandem ueber all diese Dinge zu reden, die hier so anders sind, der genau in derselben Situation steckt, wie man selbst. Oder um einfach mal gemeinsam etwas in diesem wirklich verrueckten Land zu unternehmen 🙂

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Die Schule ist nach wie vor toll – ich kann mir zwar vorstellen, dass es mit der Zeit langweilig wird, jeden Tag dieselben Unterrichtsstunden zu haben, aber im Moment macht mir die Schule hier noch sehr viel Spass 🙂 Ich lerne staendig neue Schueler kennen; wenn ich zwischen den verschiedenen Faechern den Raum wechseln muss, treffe ich immer jemanden, der mir zuwinkt und einfach Hallo sagt. Die Schueler an meiner Schule sind sehr herzlich und unheimlich nett und staendig wird jemand umarmt, mich eingeschlossen 🙂

Inzwischen bin ich auch in der Lage, meinen Spind (der als Schloss ein Raedchen hat, an dem ich eine bestimmte Ziffernkombination eingeben muss, um den Spind zu oeffnen) relativ schnell und problemlos zu oeffnen 🙂 Ich habe begonnen, ihn ein bisschen zu gestalten und ein paar Fotos hineinzuhaengen.

Die Lehrer sind hier ziemlich locker und freundlich, viele Schueler nennen sie sogar beim Vornamen. Ein Lehrer an meiner Schule, der in der Pause aufpasst, dass jeder Schueler rechtzeitig in seiner Klasse ist, hat ein gruenes StarWars-Lichtschwert bei sich 🙂 So sehen uebrigens die Gaenge mit den Schliessfaechern aus, fuer gewoehnlich sind sie ziemlich ueberfuellt von all den Schuelern.

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Liebe zukuenftige Austauschschueler – macht euch bloss keine Gedanken darueber, ob ihr genuegend Kleidung mitgenommen habt! Innerhalb dieser kurzen Zeit hat sich die Fuellmenge meines Kleiderschrankes hier verdoppelt 🙂 Das liegt aber nicht daran, dass ich so viel einkaufen war, sondern vielmehr, weil man hier wirklich fuer jede Veranstaltung an der man teilnimmt und in jeder Gruppe ein T-Shirt oder Aehnliches bekommt 🙂 Dementsprechend versuche ich mich hier, zumindest  ein bisschen, an die Kleiderordnung anzupassen.

Letztes Wochenende war ich mit ein paar Jugendlichen aus meiner Kirche bei einer Jugendveranstaltungen in der naechstgroesseren Stadt, Branson. Katholiken sind hier uebrigens ziemlich Wenige, und das obwohl ich euch so gut wie Niemanden nennen koennte, der hier keiner Religion angehoert. Es war ein langes, aber ziemlich interessantes Wochenende.

Die 4 Waende und die Decke meines Zimmers sind weiss. Zwar haengen ein paar Bilder daran, dennoch fuehlt es sich ziemlich leer an. Darum haben mir meine Gasteltern angeboten, dass ich meine Waende bemalen, beschreiben und komplett gestalten darf, wie ich es gerne mag! 🙂 Die von euch, die mich persoenlich kennen, wissen, dass ich es liebe zu zeichnen, zu malen und einfach kreativ zu sein und ich freue mich unheimlich darueber, dass ich jetzt 4 Waende Platz habe, um mal wieder Etwas zu malen 🙂 Ich habe bereits mit dem ersten Bild begonnen, aber mir fehlt im Moment leider die Zeit, um viel daran zu arbeiten.

Hier ist uebrigens einmal ein Bild von meinen Gasteltern, den kleinen Enkelinnen Bella und Laila und mir, an dem Tag, an dem ich angekommen bin.

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Wie versprochen war das fuers Erste das Wichtigste. Die naechsten Wochen und Monate bis zum Winter werden wohl spannend weitergehen, es gibt viel zu tun bis dahin. Hier wird bereits fuer den Herbst und fuer Halloween dekoriert, mal schauen, was mich noch Alles erwartet 🙂 Ich versuche, mich bald wieder zu melden.

Bis dahin, liebe Gruesse aus  Amerika – Josie

 

 

 

 

 

3 Gedanken zu „Die erste Haelfte des Septembers

  1. Hallo Josi!
    Es wäre fast doch ein Roman geworden, aber es fehlen noch drei Worte.
    Es ist schön zu lesen und zu wissen, daß es Dir gut geht. Klara kennt Hollidays Nachwuchs und findet sie süß .Die 11. müssen das Sängerstadt aus- und das neue einräumen. Die anderen haben schulfrei. Schön von Dir zu hören.
    Deine, Du weißt schon wer.

    • Entschuldige, du kennst mich ja 🙂
      Ja, damit hat sie Recht, die Kleinen sind wirklich niedlich.
      Aus Loyalitaet zu meinem ehemaligen Jahrgang sollte ich das jetzt wohl
      gemein finden, aber da ich sowieso nicht da bin, kann ich Klara nur
      ein paar schoene freie Tage wuenschen!

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