Meine Freizeitaktivitaeten und der St. Louis trip

Hallo daheim!

Schon wieder ist ein Wochenende vergangen. Und mal wieder blieb mir an diesem letzten Wochenende nicht viel Freizeit 🙂 Dafuer hatte ich ein paar ziemlich interessante Tage mit einigen anderen Austauschschuelern in St. Louis, Missouri.

Samstag Morgen (was fuer mich bedeutete, dass an Ausschlafen mal wieder nicht zu denken war…) wurden wir alle von einem Bus eingelesen und nach St. Louis gefahren. Den restlichen Tag verbrachten wir dann in einem Freizeitpark, Six Flags, der groesstenteils nach dem Motto Marvel-Superhelden gestaltet ist. Es war ziemlich lustig 🙂 Eigentlich war geplant gewesen, dass wir uns alle gemeinsam ein Baseballspiel der St. Louis Cardinals ansehen, aber da es verschoben wurde, fiel das fuer uns leider aus. Ziemlich schade, ich hatte mich naemlich auf das Spiel am Meisten gefreut. Stattdessen besuchten wir ein Museum. Es war ein ziemlich interessantes Museum, wir haben darin zwar nichts gelernt, aber auf dem Dach eines 10-stoeckigen Gebaeudes mit einem Riesenrad zu fahren ist auch nicht schlecht 😉

Ausserdem waren wir im „Gateway Arch“, das Wahrzeichen von St. Louis. Der Aufzug, der uns zum hoechsten Punkt gefahren hat, ist so winzig, dass jeder, der groesser als ich ist (was im Prinzip auf fast jede andere Person der Gruppe zutrifft), darin den Kopf einziehen muss. Aber die Aussicht von oben war wirklich beeindruckend.

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Diese Woche war wieder einmal Einiges los. Sommer und Herbst hier sind fuer mich die Zeit, in der es am Meisten zu tun gibt. Ich bin darum auch im Moment nicht allzu viel zu Hause, den groessten Teil des Tages verbringe ich in der Schule, da fast alles, was ein Schueler hier am Nachmittag machen kann, sich dort abspielt. Viele Schueler bleiben nach dem Unterricht einfach da.

Ich habe hier jeden Tag CrossCountry Training, einmal woechentlich ein Rennen („meet“); die Band trifft sich zweimal woechentlich zu einer Probe am Abend (Samstag ist unser erster Wettkampf, und solangsam kommt die Aufregung und Nervositaet hoch 🙂 ); einmal in der Woche bin ich abends zu einer Art Jugendstunde in der Kirche (PSR) und in der Schule habe ich mich fuer 2 Clubs eingeschrieben.

FCCLA, was fuer Family, Career and Community Leaders of America steht, ist der Erste. Einmal monatlich ist ein Treffen und manchmal auch zwischendurch, um an Projekten teilzunehmen, die etwas Gutes fuer die Gesellschaft tun.

Der Zweite ist der Foreign Language Club. Ein Freund meinte, ich solle unbedingt beitreten, da ich ja aus einem anderen Land komme und eine andere Sprache spreche, also dachte ich, warum nicht 🙂 Treffen sind ebenfalls einmal monatlich. Wir versuchen dann auch mal Etwas aus unterschiedlichen Kulturen zu kochen und Aehnliches 🙂

In meiner Schule gibt es eine Gruppe, die sich einmal woechentlich vor Schulbeginn trifft und gemeinsam einen Kreis um die Amerikanische Flagge bildet und gemeinsam betet. Alle sind hier so viel staerker mit ihrem Glauben verbunden als in Deutschland. Vor den CrossCountry Rennen bilden wir ebenfalls einen  grossen Kreis, die Haende um die Schultern des Nachbarn gelegt, Maedchen und Jungen gemeinsam, und die Aelteste von uns spricht ein Gebet. Ich finde das ziemlich schoen so.

Ausserdem muss ich noch den „Pledge of Allegiance“ erwaehnen. In einer Unterrichtsstunde am Anfang der Woche stehen alle Schueler auf, drehen sich zur Amerikanischen Flagge (es gibt mindestens eine in jedem Raum), legen die Hand aufs Herz und sprechen diesen Treueschwur auf ihr Land. Da ich ja keine Amerikanerin bin, habe ich nicht mitgesprochen. Dafuer bekam ich ein paar verwirrte und teilweise veraergerte Blicke. Amerika ist wirklich sehr patriotisch.

Das war wieder wirklich das Wichtigste zusammengefasst. Ihr seht schon, es gibt ihr eine ganze Menge zu erleben 🙂 Ich freue mich immer ueber eure Kommentare oder Fragen, wenn ihr Etwas wissen wollt.

Bis dahin, Josie

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