Thanksgiving

Hallo!

Der Herbst ist nun endgültig vorbei. An manchen Tagen ist unser Wald bereits mit Schnee und Eis bedeckt und besonders heute ist die eisige Kälte, die der Norden bringt, nagend. Das Wetter hier mag ziemlich wechselhaft sein (gestern noch war es warm genug, um in T-Shirt und Shorts die Sonne zu geniessen), aber so langsam wird es doch schon winterlich kühler. Heute habe ich zum Beispiel keine Schule, weil die Straßen zu vereist sind, um mit einem Auto die vielen Hügel zu überwinden.

Dafür kann dann jetzt aber auch die Weihnachtszeit (richtig) losgehen. Und obwohl Weihnachtsbäume und Lichter hier schon seit Oktober die Häuser und Straßen zieren, und ich mit meinen Gasteltern auch schon in dem Themenpark, in dem sie arbeiten, eine Weihnachtsshow angesehen und die beste heiße Schokolade, die ich je getrunken habe, genossen habe, merkt man schon, dass Weihnachten eigentlich erst jetzt, mit dem ersten Advent, wirklich beginnt.

Den endgültigen Abschluss der Herbstzeit haben allerdings die Thanksgivingfeiertage letzte Woche gebildet. Das waren auch meine ersten Ferien seit dem Sommer. Meine Gasteltern sind mit mir am Mittwoch nach Jefferson City, der Hauptstadt von Missouri gefahren, um dort die Familie meiner Gastmutter zu besuchen – und zwar eine ganz schön große Famile (von der fast alle Mitglieder im Umkreis von 20 Meilen wohnen). Auf dem Weg hat sie mir einen groben Stammbaum aufgezeichnet, damit ich nicht allzu verloren bin 🙂

Mittwochabend und Donnerstag haben wir dann mit der Familie verbracht, zwei wirklich schöne Tage. Am Freitag sind wir dann weiter in eine kleinere Stadt, Camdenton, gefahren, um zu einem Bruder meines Gastvaters (welcher der Priester in dieser Stadt ist) zum traditionellen Thanksgiving Truthahn Essen zu gehen. Und er kann wirklich toll kochen! Allein das Essen und besonders den Truthahn vorzubereiten dauert schon ein paar Tage. Es gab Truthahn, süße Kartoffeln mit Marshmallows, Stuffing und vieles mehr. Und eine ganze Menge Amerikanischen Pie. Das Essen war so gut…. Schade, dass wir Thanksgiving nicht in Deutschland haben, es ist ein sehr schönes Familienfest (und außerdem ist das Essen wirklich, wirklich gut…).

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Zwei Familienmitglieder werden mir ganz besonders im Gedächtnis bleiben: Der Bruder meiner Gastmutter, Lloyd, und sein Sohn, Tyler. Sie nennen sie die „Texas Giants“, und nicht ohne Grund – ich weiß ja, dass ich nicht allzu groß bin, aber so klein wie an diesem Thanksgiving habe ich mich noch nie gefühlt 🙂

Das war es erst einmal von Thanksgiving. Ich freue mich schon auf die Adventszeit, die ja gestern begonnen hat – mal sehen, wie das hier in Amerika gefeiert wird.

Grüße aus Missouri, Josie

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